Warum Merseburg?

Blogazine zum 1000-jährigen Weihejubliäum des Merseburger Doms

Gotthardsteich | © Stadt Merseburg

Grüne Oasen

eissnerMerseburg steckt voller Überraschungen. In der Rubrik „Mein Lieblingsplatz“ entlocken wir Merseburgerinnen, Merseburgern und prominenten Gästen ihre ganz persönlichen Geheimtipps der Stadt. Versteckte Kleinode, bekannte und weniger bekannte Ecken: Lassen Sie uns gemeinsam Merseburg entdecken! Heute: Elke Benne

Wenn man in Merseburg vor die Tür tritt, fällt einem sofort ein Kulturschatz ein – egal wo man sich gerade aufhält. Mitten in der Stadt ist mit dem Gotthardteich ein Hauch von Idylle! Einwohner und Besucher finden hier zu jeder Jahreszeit Ruhe und Entspannung. Nach der Jahrtausendwende erhielten die vier Uferbereiche des Vorderen Gotthardteiches eine völlig neue Gestaltung. Das Herzstück des Teiches – die Wasserfontäne – sprudelt wieder seit 2007. Am Westufer laden rührige Sternfreunde mittlerweile seit 10 Jahren ganzjährig zu Veranstaltungen in das Planetarium ein. Am südlichen Ufer steht die Skulptur „Lesender“. Etwas Besonderes genau wie die „Junge Merseburgerin“ am Hinteren Gotthardteich.

Der Rosengarten ist ebenfalls ein ganz besonderes Kleinod. Farbe und Duft verschiedener Rosensorten sind einfach inspirierend. Weiter in Sachen Grün: Der Kapitelgarten mit seinen herrlichen Quittenbäumen und Lavendelsträuchern ist ein weiterer Schatz. Von hier aus auf Saale und Neumarkt zu blicken, ist ein Genuss und immer empfehlenswert. Auch der kleine Weinberg am Tiefen Keller, dessen Reben Paten haben, ist ein besonderer Schatz. Und nicht nur der Wein spielt hier eine Rolle. Vor Jahren wurde ein Bier aus der Taufe gehoben – das Merseburger Kellerbräu. Die tolle Geschichte dahinter verdanken wir Holger Leidel. Überhaupt ist das, was der Galerist hier ober- und unterirdisch mit vielen Engagierten geschaffen hat, eh‘ ein riesiger Merseburger Kulturschatz. Der größte präsentiert sich dort in einer Metallplastik von Klaus-Dieter Urban: Die Merseburger Zaubersprüche, die einzigen in Deutschland erhaltenen heidnischen Beschwörungsformeln. Die Vereinigten Domstifter haben in diesem Jahr den Antrag zur Aufnahme dieses einzigartigen Schriftdokumentes in das UNESCO-Weltdokumentenerbe gestellt. Ein Stück weiter steht das Ergebnis des Steinbildhauersymposiums von 2004. Aus Sandstein geformte Skulpturen erfreuen die Besucher entlang des Saaleradwanderweges unterhalb des Schlosses.

Apropos Saale. Auch der eigens eingerichtete Fotopunkt ist ein kleiner Schatz. Von dort aus genießt man einen herrlichen Blick auf das Merseburger Schloss mit der Neumarktbrücke. Ermöglicht hat das der Merseburger Altstadtverein e.V. Nur eines von vielen Projekten seiner aktiven Mitglieder. Das aktuellste steht übrigens frisch saniert wieder auf dem Markt: der historische Marktbrunnen mit den Brunnenmännchen. Merseburg wäre ohne die vielen rührigen Hände, klugen Köpfe und der Spenden seiner Bürgerinnen und Bürger ganz sicher nur halb so schön.